Gütetermin bei einer Kündigungsschutzklage

Kündigungsschutzklage – Recht/gesetz. Ordner Auf Schreibtisch Mit Beschriftung Neben Paragraf Und Waage. Anwalt

Ein Gütetermin beim Arbeitsgericht ist zwingend bei jedem Kündigungsschutzprozess.

Bei diesem ersten Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht sollen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Möglichkeit gütlich einigen.

Spricht der Arbeitgeber eine Kündigung aus, dann muss der betroffene Arbeitnehmer das nicht widerspruchslos hinnehmen: Er kann dagegen eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.

Das Arbeitsgericht setzt zunächst einen sogenannten Gütetermin fest, bei dem sich beide Seiten miteinander gütlich einigen.

Ein Kündigungsschutzverfahren hilft Arbeitnehmern oft dabei, eine Abfindung zu erwirken – vor allem, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass das Gericht die Kündigung für unwirksam erklärt.

Wer Erfolg im Gütetermin haben will, sollte sich immer vor Augen halten, dass es im Interesse des Arbeitsgerichts liegt, eine Einigung herbeizuführen.

Der klagende Arbeitnehmer sollte sich darauf einstellen ein Stück weit von seiner Position abrücken – aber nicht zu schnell und zu bereitwillig.

Am Ende kommt eine Einigung in einem Gütetermin aber nur zustande, wenn sich beide Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufeinander zu bewegen.

Arbeitsgericht

Welchen Inhalt hat ein gerichtlicher Vergleich?

Ein Be­en­di­gungs­ver­gleich enthält regelmäßig min­des­tens die fol­gen­den drei Punk­te:

  • „Es be­steht Ei­nig­keit, dass das Ar­beits­verhält­nis des Klägers auf­grund or­dent­li­cher Kündi­gung des Be­klag­ten vom DATUM mit Ab­lauf des DATUM en­den wird / ge­en­det hat.
  • Der Kläger erhält ei­ne Ab­fin­dung von ZAHL € brut­to.
  • Da­mit ist der vor­lie­gen­de Rechts­streit er­le­digt.“

Zusätzlich kann ein Arbeitszeugnis, dessen Note, sogar dessen ganzer Text geregelt werden.

Außerdem finden oft Regelungen zu Resturlaub, Freistellung, Überstunden, Dienstwagen etc. Einklang in den gerichtlichen Vergleich.